Roettgen Beim Fastenbieranstich

Zurück in Dresden

verfasst am 13.03.2026

Norbert Röttgen zu Besuch in Dresden

Am Montag durfte ich meinen Bundestagskollegen Dr. Norbert Röttgen in Dresden begrüßen. Gemeinsam haben wir an zwei Veranstaltungen teilgenommen, die aktuelle politische Entwicklungen aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet haben.

Den Auftakt bildete eine Veranstaltung der Konrad-Adenauer-Stiftung unter dem Titel „Europa im Umbruch zwischen Putin und Trump“. In seinem Vortrag analysierte Norbert Röttgen die sicherheitspolitischen Herausforderungen für Europa und die Frage, wie sich unser Kontinent in einer veränderten geopolitischen Lage behaupten kann. Die Diskussion zeigte deutlich: Europa muss künftig mehr Verantwortung für seine eigene Sicherheit übernehmen und seine strategische Handlungsfähigkeit stärken.

Im Anschluss ging es weiter zum Fastenbieranstich der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT). Dort standen der persönliche Austausch mit Unternehmerinnen und Unternehmern sowie aktuelle wirtschaftspolitische Themen im Mittelpunkt.

Ich habe mich sehr über den Besuch meines Kollegen in Dresden gefreut. Solche Begegnungen sind eine gute Gelegenheit, bundespolitische Themen mit den Anliegen vor Ort zu verbinden und gemeinsam ins Gespräch zu kommen.

Titelfoto: Cornelia Normann

authenticon: Dresden als Innovationsstandort

Dresden entwickelt sich zunehmend zu einem wichtigen Standort für digitale Innovationen in Deutschland. Besonders im Bereich digitaler Identitäten und Nachweise nimmt die Landeshauptstadt eine Vorreiterrolle ein. Für mich zeigt sich hier, wie erfolgreiche Digitalisierung gelingen kann, wenn Stadt, Land und Bund gemeinsam an einem Strang ziehen.

Ein aktuelles Beispiel ist die europäische digitale Brieftasche (EUDI-Wallet). Sie soll Bürgerinnen und Bürgern künftig ermöglichen, sich digital auszuweisen oder wichtige Nachweise sicher auf dem Smartphone zu nutzen – etwa gegenüber Behörden, Unternehmen oder Bildungseinrichtungen. Dresden gehört zu den Städten, in denen diese Technologie bereits 2026 erprobt wird.

Die Grundlagen dafür wurden in Dresden schon früher gelegt. An der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden forscht Prof. Dr. Jürgen Anke mit seinem Team seit Jahren zu sicheren digitalen Identitäten und verifizierbaren digitalen Nachweisen. Im vom Bund geförderten Projekt „ID-Ideal“ wurden gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung Anwendungen entwickelt, die eine sichere und selbstbestimmte Nutzung digitaler Identitäten ermöglichen sollen.

Ein wichtiger Treffpunkt für diese Themen ist auch die Konferenz „authenticon“, die am 11. und 12. März 2026 in Dresden stattfindet. Unter dem Motto „Von der Technik zur Wirkung – Digitale Identitäten und Nachweise im Einsatz“ diskutierten Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Politik über konkrete Anwendungen digitaler Identitäten, die Einführung der EUDI-Wallet und die Frage, wie Vertrauen in der digitalen Gesellschaft gestärkt werden kann. Auf dem Programm standen Vorträge, Workshops und Panels zu aktuellen Entwicklungen und praktischen Einsatzmöglichkeiten. Ich habe mich gefreut, ebenfalls die bundespolitische Perspektive einbringen zu können.

Dass Dresden als Pilotstadt für die EUDI-Wallet ausgewählt wurde, zeigt die Stärke des regionalen Netzwerks aus Forschung, Wirtschaft und Verwaltung. Wenn diese Akteure eng zusammenarbeiten, entstehen Lösungen mit Strahlkraft weit über Sachsen hinaus.

Denkfabrik Dresden 2026

Seit 2009 bringt die Denkfabrik der Sächsischen Union Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft zusammen, um über die Zukunft unseres Landes zu diskutieren. Auch in diesem Jahr fand die Veranstaltung wieder in Dresden statt – und ich habe mich sehr gefreut, erneut dabei zu sein.

Gemeinsam mit zahlreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie hochrangigen Gästen wie Bundesministerin Dorothee Bär, Ministerpräsident Michael Kretschmer und dem Generalsekretär der Sächsischen Union, Tom Unger MdL und Staatsministerin Christiane Schenderlein wurden zentrale Zukunftsthemen für Sachsen und Deutschland diskutiert.

Im Mittelpunkt standen vier Themenfelder:

  • Wirtschaft & Wertschöpfung – wie wir Wachstum, Innovation und industrielle Stärke sichern

  • Gesellschaftlicher Zusammenhalt – Stabilität durch Engagement, Verantwortung und Gemeinschaft

  • Innovation & Schlüsseltechnologien – digitale Souveränität, KI, Technologieoffenheit und Transformation

  • Infrastruktur & Versorgung – neue Resilienz durch sichere Ressourcen, stabile Netze und funktionierende Versorgung

Gerade in Zeiten großer Umbrüche sind solche Plattformen wichtig, um Ideen zusammenzuführen und konkrete Impulse für die politische Arbeit zu entwickeln. Die Denkfabrik zeigt seit vielen Jahren, wie wertvoll der offene Austausch über Parteigrenzen und Fachbereiche hinweg sein kann.

Kassenärztliche Vereinigung Sachsen: „Gesundheit 2035: Zwischen Patientenwohl und Kostendruck“

Zentrales Thema der Veranstaltung war die Zukunft der ambulanten ärztlichen Versorgung.
Unser Gesundheitssystem ist medizinisch leistungsfähig – und der Großteil der Versorgung findet ambulant statt. Gleichzeitig wächst der Druck: mehr ältere Patienten, steigende Kosten, Fachkräftemangel und zunehmende Bürokratie in den Praxen.
Deshalb müssen wir die ambulante Versorgung stärken. Aus meiner Sicht gibt es dafür drei zentrale Hebel:
• Bürokratie reduzieren und Zeit für Patienten schützen
• Digitalisierung so einsetzen, dass sie Praxen wirklich entlastet
• stärker in Teams arbeiten und moderne Versorgungsstrukturen ermöglichen
Wenn die ambulante Versorgung funktioniert, profitieren Patienten, Praxen und Beitragszahler gleichermaßen.

Justiz als Gradmesser für Digitalisierung

Am Donnerstag war ich beim Sozialgericht in Dresden um über die Digitalisierung des Sozialstaates zu referieren. Oft sprechen wir über Verwaltung und Bürger, wenn wir über Digitalisierung sprechen – und vergessen dabei die Justiz. Umso interessanter war heute der direkte Austausch mit Richterinnen und Richtern.
Die Justiz ist immer auch Gradmesser der Politik. Denn hier treffen Gesetze, Verwaltungspraxis und die konkreten Anliegen der Bürgerinnen und Bürger aufeinander.

Gerade im Sozialrecht wird deutlich, was funktioniert – und wo digitale Prozesse noch besser werden müssen. Wenn Akten schneller verfügbar sind, Verfahren effizienter geführt werden können und Informationen sicher digital fließen, profitieren am Ende vor allem die Menschen, die auf schnelle Entscheidungen angewiesen sind.

Deshalb gehört für mich zur Digitalisierung des Sozialstaates immer auch eine starke, moderne und digital gut ausgestattete Justiz.

Auszeichnung für die TU Dresden

Herzlichen Glückwunsch an die TU Dresden zum Status als Exzellenzuniversität!
Diese Auszeichnung würdigt die herausragende Forschung, die engagierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie die vielen Studierenden vor Ort. Sie bestätigt die enorme wissenschaftliche Leistungsfähigkeit der Universität.
Für Dresden als Forschungs- und Innovationsstandort ist dieser Erfolg von großer Bedeutung. Exzellente Wissenschaft stärkt unsere Region, zieht Talente aus aller Welt an und schafft wichtige Impulse für Wirtschaft, Technologie und gesellschaftlichen Fortschritt.

Meinen Glückwunsch zu diesem großartigen Erfolg!

Veranstaltungen

AnsprechBar am 12.03.2026.

Ich freue mich, dass viele von Ihnen das Gespräch mit mir auf dem Wasaplatz in Dresden gesucht haben.

Es zeigt mir immer wieder, was Bürgerinnen und Bürger in meinem Wahlkreis beschäftigt: Bürgergeld, Gesundheitsversorgung, Fachkräftemangel.

Vielen Dank auch an die freiwilligen Helfer für ihre Unterstützung.

Sie konnten heute nicht dabei sein? Dann schauen Sie gerne am 01. April ab 9 Uhr auf dem Münchnerplatz zur nächsten AnsprechBar vorbei.

Ich freue mich auf Sie!